Offenbarung 22,7: "Siehe, ich komme bald! Glückselig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!"
Die Vorausschau auf die „kommende Herrlichkeit“ macht uns glücklich, wenn wir sie in unserem Herzen bewahren! Dieser Blick richtet unser Leben voll und ganz aus!
Unsere Seele ist den göttlichen Dingen entweder zugeneigt, oder abgeneigt!
Wie stark die Neigungen unserer Seele ausschlagen ist sehr stark davon abhängig, ob wir Christus um seiner selbst willen lieben!
„Die Liebe sucht nicht das Ihre“ (1. Kor. 13,5). So hat auch Christus nie auf sich selbst gesehen, er ist gekommen um zu dienen! Lieben wir JESUS nur wegen unserer Vorteile? Oder um seiner selbst willen, seiner heiligen Eigenschaften und reinen Charakterzüge und weil JESUS überaus liebenswürdig ist? Die selbstlose Liebe die wir zu Christus haben, prägt die Neigungen unserer Seele! Keinesfalls sollte es uns wie der Gemeinde Ephesus in Offb. 2,4 ergehen: „Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“
Wie ein wildes Tier gebändigt werden muss, haben wir es nötig mit JESUS unserm HERRN und unseren Beistand, dem heiligen Geist, unsere schlechten Neigungen in unserem Inneren zu bändigen oder zu zähmen! Neigungen zu zähmen bedeutet, die Anpassung des Verhaltens von wilden eigensinnigen Neigungen der menschlichen Seele, an die Maßstäbe des HERRN. Indem wir Gottes Wort in unser Herz einpflanzen lassen!
Wie oft kann ich da über meinen eigenen Seelenzustand weinen, da sind Viren harmlos dagegen! Vor uns selbst sollten wir uns fürchten, nicht vor einem Virus der im Vergleich dazu harmlos ist! Der sündige Mensch ist viel schlimmer als jeder Virus! Die Sünde ist auch viel ansteckender wie jeder Virus. Die Sünde Adams infizierte die ganze Welt mit dem „tödlichen Gift“! (1. Kor. 15,22: „denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.“)
Je stärker wir den göttlichen Dingen in unserer Seele zugeneigt sind, desto intensiver werden unsere Handlungen! Wenn die Neigungen und der Wille unserer Seele stark ausschlagen, dann entstehen starke Handlungen! An diesem Punkt oder in diesem Zusammenhang kommt der Ausdruck „Herz“ im Wort Gottes vor. Die Bibel bezeichnet solch starke Handlungen, die im nächsten Moment zur Tat werden, „als vom Herzen ausgehend“.
Daniel 1,8: „Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor… ,dass er sich nicht verunreinigen müsse.“
Intensive Handlungen aus dem Herzen sind z.B.: Nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, Sünde hassen, trauern über den Zustand der Welt, Mitgefühl mit Leidtragenden usw.
Gemeint sind reine Emotionen die vom Heiligen Geist kommen, die durch einen „heiligen Wandel“ hervorgerufen werden, indem wir Empfindungen haben die der HERR auch haben würde. z.B.: Starke Abneigung der Seele gegen Ungerechtigkeit oder Sünde, wie sie auch der HERR hat. Oder starke Empfindung der Seele mit Menschen die trauern, indem wir mitfühlen so wie auch JESUS mitgetrauert hat. In Joh. 11,35 lesen wir „Jesus weinte.“ Als er sah, wie sie über den toten Lazarus weinten, bevor er ihn Auferweckte.
„Heilige Empfindungen“ oder man könnte auch sagen „Empfindungen gleich dem heiligen Maßstab des HERRN“ sind wichtig, da wir uns durch diese selbst reflektieren können. Das heißt durch nachdenken können wir uns selbst prüfen, ob wir z.B. noch starkes Mitgefühl mit einem trauernden Bruder haben, oder ob wir schon kalt sind und es uns nicht berührt. Besonders in der Bergpredigt finden wir einige Punkte wo wir ähnlich dem HERRN empfinden können. Je ähnlicher wir wie der HERR empfinden, desto besser ist unser Wandel in Heiligung. Wenn wir uns der Welt anpassen, werden wir abstumpfen in unseren „heiligen Empfindungen“. Wenn wir JESUS ähnlicher werden, empfinden wir immer mehr wie ER!
Es prägt sich durch seine lebendige Schärfe ins Herz ein:
Hebräer 4,12-13: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.“
Galater 5,16: „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“
Glücklich ist wirklich jemand, der die Worte der Weissagung in seinem Herzen bewahrt, damit er es im richtigen Moment zum Trost abrufen kann! Offenbarung 22,7: „Siehe, ich komme bald! Glückselig, wer die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt!“ Denken wir bewusst daran, wie sich Johannes in der Zelle gefühlt haben muss, als er diese gewaltige Prophetie erleben durfte! Wenn wir schon „heute“ darüber nachsinnen, dürfen wir uns „morgen“ in schwierigen Zeiten gleich fühlen wie Johannes, wo die äußerlichen Umstände, in Blick auf die ewig andauernde Ewigkeit ihre Bedeutung verloren haben.
Wenn durch die Neigungen und den Willen der Seele, unsere Handlungen in Zeiten der Bedrängnis stark ausschlagen, haben wir das Wort Gottes im Herzen bewahrt! So wird die innerlich geistliche Freude größer als das weltliche Leid! In Zeiten der Not ist der HERR uns besonders nahe, wir dürfen uns darauf verlassen, dass wir nicht alleine dastehen, wenn wir trotz starken Widerstands der Welt nach seinem Willen handeln!
Apostelgeschichte 7,55 - Die Steinigung des Stephanus:
„Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes, und Jesus zur Rechten Gottes stehen; und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!“
Psalm 1,2: „Sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht“
Es sollte nicht ein oberflächliches Nachdenken sein, nein es sollte viel tiefer gehen, bis auf den Grund! Und auf dem Grund dürfen wir erst richtig zu graben beginnen, denn die Tiefe und der Reichtum vom Wort Gottes ist nicht auszuschöpfen! Psalm 147,5: „Gottes Verstand ist unermesslich!“
Wenn der Verstand Gottes unermesslich ist, welchen Bruchteil können wir dann von seinen tiefen Gedanken in seinem Wort erfassen! Durch das Nachsinnen können wir aber ganz sicher immer wieder köstliche Speise erfassen. Genau die richtige Menge, die wir als Wegzehrung durch die Wüste benötigen!
Anwendung: Lieber Leser, wie viel Zeit nehmen wir uns, über die zukünftigen Dinge und die Herrlichkeit Gottes nachzusinnen? Wie viel Zeit verbrachten wir im Nachsinnen in den letzten Tagen?
Satan versucht in seiner Hinterlist uns diese geistlichen Schätze vorzuenthalten, indem er uns hindert über Gottes Wort nachzusinnen!
Und je weniger wir nachsinnen, desto kleiner ist unser geistlicher Schatz, der im HERZEN verwahrt ist, auf den wir in Zeiten der Not zurückgreifen können!
Wenn wir „heute“ nicht nachsinnen, werden wir „morgen“ nichts haben, was wir in Zeiten der Not abrufen können!
Ein sanfter Geist, ist ein gezähmter Geist, der weiß, wie alle Neigungen zu gehorchen haben. Dadurch bekommt man eine Leichtigkeit im Geist, indem alle Neigungen zusammenwirken um allgemeinen Frieden und die Ruhe in der Seele zu erhalten. Die gebändigten Neigungen der Seele in Summe geben uns einen sanften Geist.